Knapp 40 Prozent der Dresdner Wohnungen stammen laut Zensus 2022 aus der Zeit bis 1949. Das Bad wurde in solchen Häusern oft nachgerüstet. Hat es seine letzte Erneuerung in den neunziger Jahren erlebt, verrät es sich heute schnell: Eckwanne, weiße Standardkeramik, Fliesen um 20 mal 25 Zentimeter, darunter eine Abdichtung nach damaligem Stand. Nach rund 30 Jahren dunkeln die Fugen nach, der hohe Wannenrand nervt, und zwei Zahnputzbecher passen kaum auf die Ablage.
Gut ein Fünftel der Wohnungen (21,8 Prozent) entstand zwischen 1970 und 1989. In diese Zeit fallen die Großsiedlungen Gorbitz und Prohlis, errichtet als Plattenbau vom Typ WBS 70. Das Bad steckt dort als Sanitärzelle mitten in der Wohnung, oft fensterlos, die Abluft läuft über einen Schacht. Wer hier umbaut, will selten nur eine neue Farbe. Gefragt sind eine Dusche ohne Stolperkante und ein Raum, der nicht nach Kabine aussieht.
Spürbar wird ein neues Bad vor allem in den ersten Minuten jedes Morgens. Bis ein Komplettbad fertig ist, vergehen meist zehn bis fünfzehn Arbeitstage; um Leitungen, Abdichtung, Lüftung und die Terminabstimmung kümmern wir uns. Welche Dinge abseits der Technik einen Raum angenehm machen, zeigt der Ratgeber Wohlfühlbad.















































