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Planungstisch mit ausgedrucktem Grundriss eines Badezimmers
Fachbetrieb für Badbau

Mindestmaße im Bad: wo jeder Zentimeter im Alltag zählt

Am WC sollten 60 Zentimeter Boden frei bleiben. Diese Seite zeigt Bewegungsflächen, Objektgrößen und Abstände und ab welcher Grundfläche Dusche, WC und Waschtisch gemeinsam unterkommen.

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Für die Badgröße gibt es keine Untergrenze

Die Bauordnungen fordern für jede Wohnung eine Toilette sowie ein Bad mit Dusche oder Wanne; wie viele Quadratmeter dieser Raum haben muss, regeln sie nicht. Ob er im Alltag taugt, entscheiden vier andere Größen: der freie Boden vor den einzelnen Objekten, deren eigene Stellfläche, die Abstände untereinander und der Bogen, den die Tür beschreibt. Für das WC zielen wir auf 60 Zentimeter freie Tiefe, für Waschtisch und Dusche auf 55. Weil sich diese Streifen teilen dürfen, genügen für ein vollständiges Bad rund vier Quadratmeter.

Darum beginnen wir beim Planen nicht an der Wand, sondern in der Mitte des Raums. Zuerst stehen die Flächen fest, auf denen Sie sich bücken, drehen und abtrocknen; erst dann wandern die Objekte an den Rand. Wer umgekehrt mit dem Katalog anfängt, verschenkt schnell zwei Quadratmeter.

Kompaktes Badezimmer mit schwellenloser Dusche, schmalem Waschtisch und WC an der Vorwand

Bewegungsflächen: der Boden, der frei bleiben muss

Bewegungsfläche heißt der Bereich vor einem Objekt, in dem nichts steht und nichts hineinragt, auch kein Heizkörper, kein Wäschekorb und keine aufschwingende Tür. Großzügige Werte dafür nennt die VDI 6000 Blatt 1, ältere Wohnungsbaunormen setzten knappere Untergrenzen. Verbindlich ist im eigenen Bad keiner davon. Als Maßstab für eine Planung, die im Alltag trägt, taugen sie dennoch.

Bereich vor Empfehlung (cm) Minimum (cm)
Waschtisch oder Waschbecken 90 × 55 75 × 50
Duscheinstieg 90 × 55 70 × 50
Toilette 90 × 60 75 × 55
Badewanne, Längsseite 90 × 55 70 × 50
Neben der Toilette, bis Wand oder Objekt beidseitig je 20 15 an einer Seite

Für kleine Räume zählt ein Grundsatz mehr als jede Zeile der Tabelle: Freie Flächen dürfen sich überschneiden. Niemand sitzt auf dem WC und wäscht sich zugleich die Hände, deshalb kann ein Streifen Boden beiden Objekten dienen. Dusche und Wanne dagegen behalten ihren eigenen Platz, weil Sie dort barfuß auf nassem Untergrund stehen. Wie weit sich das treiben lässt, zeigt der Ratgeber kleines Bad.

Was die Objekte selbst an Fläche belegen

Objekt Breite (cm) Tiefe bzw. Ausladung (cm)
Badewanne 150–180 70–80
Waschtisch 60–100 45–55
Duschplatz, bodengleich 80–120 80–100
Handwaschbecken 40–50 25–30
Waschmaschine 60 60
Bidet 36 54–60
Hänge-WC 35–38 49–56, ab Vorwand
Bodenstehendes WC mit Kasten 35–38 62–70, Wand bis Vorderkante

In ersten Entwürfen fehlen meist zwei Posten. Die Waschmaschine braucht 60 mal 60 Zentimeter Stellfläche und zum Beladen weitere 60 bis 70 davor; bei vier Quadratmetern Bad ist das fast ein Drittel des Bodens. Hinzu kommt die Tür: Ein 80 Zentimeter breites Blatt, das nach innen öffnet, hält knapp einen halben Quadratmeter dauerhaft frei. Wo Gründerzeithäuser ihr Bad erst nachträglich in einer Kammer erhielten, etwa im Gründerzeitviertel Äußere Neustadt, sind Badtüren nicht selten bloß 70 Zentimeter breit, manchmal schmaler.

Abstände, gemessen an der Keramikkante

Jeder Abstand zählt ab der äußeren Kante der Keramik, nicht ab der Mittellinie. Wer mit Achsmaßen plant, rechnet die halbe Beckenbreite hinzu.

  • Toilette bis zur Seitenwand: nicht unter 20 Zentimetern, bequemer sind 25 bis 30. Bei einem 36 Zentimeter breiten Becken ergibt sich ein Achsabstand zur Wand von 38 bis 48 Zentimetern.
  • Toilette bis zum Nachbarobjekt: gleichfalls 20 Zentimeter, mehr Komfort bringen 25, ob dort ein Bidet, ein Waschtisch oder der Wannenrand anschließt.
  • Waschtisch bis zur Wand daneben: 20 Zentimeter Spielraum, damit der Ellenbogen beim Waschen frei bleibt.
  • Doppelwaschtisch: Die Achsen der zwei Becken liegen wenigstens 90 Zentimeter auseinander; Details unter Waschtisch.
  • Duschtür, die nach außen öffnet: Freizuhalten ist davor die Breite des Türblatts und zusätzlich 10 Zentimeter.
  • Wanne bis zur Wand gegenüber: 55 Zentimeter Abstand. Damit klappt das Ein- und Aussteigen auch ohne Haltegriff.

Welche Ausstattung ab welcher Raumgröße passt

Raumgröße Ausstattung, Maße in cm
1,2–2 m² Gäste-WC mit Toilette und kleinem Becken
ab 2,5 m² Duschbad: Dusche 80 × 80, Toilette, Handwaschbecken
ab 4 m² Komplettbad: bodengleiche Dusche 90 × 90, Toilette, Waschtisch 60
ab 5,5 m² Platz für die Waschmaschine oder einen Waschtisch von 80–100
ab 6,5 m² Dusche plus Wanne 170 × 75, eng
ab 8 m² Doppelwaschtisch 140, dazu Dusche und Wanne
ab etwa 9–10 m² rollstuhlgerecht, 150 × 150 frei

Diese Stufen setzen einen annähernd quadratischen Raum voraus. Nehmen Sie einen langen, schmalen Zuschnitt: 120 Zentimeter breit und 330 lang, zusammen 3,96 Quadratmeter und damit so groß wie das Beispielbad weiter unten. Möblieren lässt er sich kaum. Eine Vorwand von 15 Zentimetern an der langen Seite plus eine Toilette, die 49 Zentimeter vorsteht, verbrauchen 64 Zentimeter der Breite. Übrig sind 56, vier zu wenig für die 60 vor dem Becken. Die Form entscheidet also mehr als die Fläche. Das betrifft das enge Kammerbad im Altbau ebenso wie die Sanitärzelle im Plattenbau, die es etwa in Gorbitz gibt.

Beispielbad mit 180 mal 220 Zentimetern

Das Rechenbeispiel: 180 Zentimeter breit, 220 Zentimeter lang, Fläche 3,96 Quadratmeter. Eingang an einer Schmalseite.

  • Rechts an der langen Wand: Die Toilette hängt an einer Vorwand von 15 Zentimetern Tiefe, die einen flachen Spülkasten aufnimmt; ihre kurze Keramik steht 49 Zentimeter vor. Von der Rohwand aus sind damit 64 Zentimeter vergeben.
  • Links an der langen Wand: ein Waschtisch von 60 auf 45 Zentimetern, zehn weniger tief als ein Standardmodell.
  • Laufweg dazwischen: Von 180 Zentimetern gehen 64 und 45 ab, übrig sind 71. Gebraucht werden 60 an der Toilette und 55 am Waschtisch, der Gang reicht für beide.
  • In der hinteren linken Ecke: ein bodengleicher Duschplatz von 90 auf 90 Zentimeter, ohne Abtrennung zur Mitte; vor dem Zugang liegen 75 Zentimeter frei.
  • Tür: Sie schwingt in den Flur und kostet im Bad nichts.

Reserven hat dieser Plan kaum, nutzbar ist er trotzdem bis zum letzten Zentimeter. Schwierig wird es, sobald ein einziges Maß zunimmt. Mit der üblichen Vorwand von 20 Zentimetern und einer Keramik, die 56 vorsteht, fehlen zusammen 12 Zentimeter. Der Laufweg schrumpft dann von 71 auf 59.

Wo sich in kleinen Bädern Platz gewinnen lässt

  • Vorwand in flacher Bauart: 8 Zentimeter weniger Tiefe als das Standardelement, auf der ganzen Wandlänge.
  • Kompaktes WC-Becken: Mit 49 statt 56 Zentimetern Ausladung gewinnt der Laufweg 7 Zentimeter, und zwar an der Stelle, an der Sie vorbeigehen.
  • Flacher Waschtisch: 45 statt 55 Zentimeter Tiefe schaffen 10 Zentimeter, und für Hände und Gesicht genügt er.
  • Tür, die nicht ins Bad schwenkt: Als Schiebetür oder nach außen angeschlagen macht sie knapp einen halben Quadratmeter frei.
  • Hängende Keramik: Sind WC und Waschtisch an der Wand montiert, bleibt der Boden darunter offen. Der Raum wirkt größer und lässt sich in einem Zug wischen.
  • Heizkörper ersetzen: Mit Fußbodenheizung oder einem schmalen Handtuchwärmer gewinnen Sie eine Wand zurück.
  • Nischen statt Regale: Eine Aussparung in der Vorwand, im Duschbereich etwa 30 mal 60 Zentimeter groß, nimmt Flaschen auf und kostet keinen Boden.

Barrierefreies Bad nach DIN 18040-2: größere Werte

Die DIN 18040-2 von 2011 rechnet mit Flächen, die eine gewöhnliche Planung weit übertreffen. Jedes Objekt bekommt davor 120 mal 120 Zentimeter freien Boden; wer uneingeschränkt auf den Rollstuhl angewiesen ist, braucht 150 mal 150. Seitlich vom WC kommt ein Umsetzplatz hinzu, 90 breit und 70 tief. Die Keramik reicht, ab Rückwand gemessen, 70 Zentimeter weit nach vorn, und die Sitzhöhe mit Brille beträgt 46 bis 48 Zentimeter. Für Türen nennt die Norm 80 Zentimeter Durchgangsbreite, für Rollstühle 90. Schwellen kommen nicht vor; sind sie technisch nicht zu umgehen, bleiben sie niedriger als 2 Zentimeter.

Vorgeschrieben ist die Norm für Ihre eigene Wohnung nicht. Auch wenn die großen Flächen nicht hineinpassen, lassen sich meist drei Punkte umsetzen: eine schwellenlose Dusche, Fliesen mit hoher Rutschhemmung und Verstärkungen in der Wand für spätere Griffe. Setzt ein Förderprogramm die Norm voraus, wird sie dort zur Bedingung. Ein Zuschuss der Pflegekasse kommt nur mit Pflegegrad in Frage, der Antrag geht vor dem Auftrag hinaus, und die Kasse entscheidet im Einzelfall. Weitere Lösungen beschreibt barrierefreies Bad.

Vom Richtwert zum Plan für Ihr Bad

Mit genau diesen Werten planen wir jedes Bad; wir sind Fachbetrieb für Badbau mit über 10 Jahren Erfahrung. Unsere Baustellen liegen in ganz Dresden und im Umland, von der Mietvilla in Striesen über den Plattenbau in Prohlis-Reick bis zur Villa in Radebeul. Für Installation, Elektrik, Fliesen und Maler haben Sie einen Ansprechpartner, der alle Gewerke koordiniert.

Beim Termin vor Ort messen wir Länge, Breite und Höhe, notieren den Türanschlag und suchen Fallleitung und Anschlüsse. Gebohrt wird erst, wenn der Plan jedem Objekt seine Stelle zuweist. Der erste Termin ist für Sie kostenlos, im Bad oder vorab per Videocall; Leitungen prüfen wir stets vor Ort. Am Ende stehen ein Grundriss, der zu Ihrem Raum passt, und ein Festpreis für das Planbare. Sie erreichen uns telefonisch unter 01579 2834996 oder schreiben über das Formular weiter unten. Vertiefend helfen WC-Maße und Abstände für alles rund um die Toilette und Bad planen für die Reihenfolge der Entscheidungen.

Häufige Fragen

Wie klein darf ein Badezimmer sein?

Eine Untergrenze in Quadratmetern legt keine Vorschrift fest. Gefordert sind je Wohnung lediglich eine Toilette und ein Bad mit Dusche oder Wanne. Als Erfahrungswert reichen rund vier Quadratmeter, wenn Dusche, WC und Waschtisch hineinsollen; ein kleines Duschbad braucht etwa 2,5, ein Gäste-WC 1,2. Wichtiger als die Fläche sind die freien Tiefen: 60 Zentimeter an der Toilette, 55 an Waschtisch und Dusche.

Welche Bewegungsflächen gelten vor WC, Waschtisch und Dusche?

Als Richtwert planen wir vor der Toilette 90 mal 60 Zentimeter, vor Waschtisch und Dusche je 55 Zentimeter Tiefe. Vorgeschrieben ist davon im eigenen Zuhause nichts. Mehr Platz empfiehlt die VDI 6000 Blatt 1, und die DIN 18040-2 verlangt in barrierefreien Bädern je Objekt 120 mal 120 Zentimeter. Bleiben weniger als 50 Zentimeter, eckt man täglich an. Beim Ersttermin prüfen wir, was Ihr Grundriss erlaubt.

Dürfen sich Bewegungsflächen überlagern?

Ja, und in kleinen Bädern macht genau das die Planung erst möglich. WC und Waschtisch können sich denselben freien Boden teilen, weil Sie nie beide gleichzeitig benutzen. Liegen sie an gegenüberliegenden Wänden, reicht für beide meist ein Laufweg von 70 bis 75 Zentimetern. Eine eigene Fläche brauchen nur Dusche und Wanne, denn dort steigen Sie mit nassen Füßen ein und aus und brauchen sicheren Stand.

Welcher Abstand ist zwischen Toilette und Waschtisch nötig?

Wenigstens 20 Zentimeter von Keramikkante zu Keramikkante, komfortabler sind 25 bis 30. Es zählt die Kante, nicht die Mitte: Ein 36 Zentimeter breites Becken mit 20 Zentimetern Abstand zur Wand hat seine Mittellinie bei rund 38 Zentimetern Wandabstand. Gleiches gilt neben Bidet und Wanne sowie zur Seitenwand. Bei unter 15 Zentimetern bleibt für den Ellenbogen im Sitzen kein Platz. Beim Aufmaß klären wir, wie viel Ihr Raum hergibt.

Haben Badewanne und Dusche auf sechs Quadratmetern Platz?

Ja, aber es wird eng und klappt nur bei passendem Zuschnitt. Eine Wanne mit 170 mal 75 Zentimetern und eine Dusche mit 90 mal 90 nehmen gemeinsam gut 2 Quadratmeter ein, hinzu kommen je 55 Zentimeter freie Fläche längs der Wanne und vor dem Duscheinstieg. Wirklich bequem wird es erst bei 6,5 bis 7 Quadratmetern. Stehen genau sechs zur Verfügung, ist eine 150 oder 160 Zentimeter lange Wanne oft klüger.

Wie viel Platz braucht ein barrierefreies Bad?

In der Regel sechs bis sieben Quadratmeter ohne Rollstuhl, da die DIN 18040-2 vor allen Objekten je 120 mal 120 Zentimeter Bewegungsraum vorsieht. Wer einen Rollstuhl nutzt, braucht eher neun bis zehn: 150 mal 150 Zentimeter zum Wenden, einen Umsetzplatz von 90 mal 70 seitlich der Toilette und eine 90 Zentimeter breite Tür. Schmale Gründerzeit-Kammerbäder mit meist rund 3 bis 5 Quadratmetern schaffen das selten, schwellenlos umbauen lassen sie sich aber fast immer.

Erfahrungen

Bewertungen bei Google

Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Dresden. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.

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