Wie viel Aufwand der Weg zwischen Straße und Bad macht, hängt hier stark vom Haustyp und von
der Lage am Hang ab.
Im Gründerzeithaus in Plauen fehlt meist ein Aufzug. Material und Schutt gehen über die Treppe,
nachdem wir Stufen, Handlauf und Wohnungstür mit Vlies, Kantenschutz und Folie gesichert haben;
im Flur trennt eine Staubschutzwand die Baustelle ab. Im Reihenhaus ist der Weg kürzer, führt
aber durch bewohnte Räume, die wir genauso sorgfältig abdecken.
In Coschütz und Gittersee stehen viele Häuser am Hang, zwischen 175 und 285 Metern über
Normalnull. Steiles Gelände und Treppen zum Eingang verlängern das Tragen, und deshalb gehört
der Zugang schon beim Ersttermin auf die Liste. Ist vor dem Haus kein Platz zum Entladen,
beantragen wir rechtzeitig eine Halteverbotszone.
Rund 1,5 bis 3 Tonnen Schutt ergibt ein Komplettbad. Ein Container auf Gehweg oder Straße
braucht eine Sondernutzung beim Straßen- und Tiefbauamt, und die beantragen wir. Oft reichen
Big Bags auf dem Grundstück, die verschlossen stehen und gesammelt abgeholt werden. Kleine
Mengen Bauschutt nehmen die Wertstoffhöfe Reick und Friedrichstadt an. Die Entsorgung ist im
Festpreis eingerechnet.
Auch die Nachbarn binden wir ein. Die Hausverwaltung erhält einen schriftlichen Zeitplan, im
Treppenhaus nennt ein Aushang die lauten Tage, und wird das Wasser am Strang abgestellt,
erfahren es alle Parteien spätestens am Tag davor. Welche Beschlüsse eine
Eigentümergemeinschaft dafür fassen muss, erklärt Bad in der Eigentumswohnung.
Plauen ist seit dem 21. Januar 2000 Denkmalschutzgebiet nach dem Sächsischen
Denkmalschutzgesetz, und die Satzung zielt auf das äußere Erscheinungsbild. Daneben gibt es
Einzeldenkmale wie das Rathaus Plauen oder die Villa Grübler. Am Kulturdenkmal brauchen nach
§ 12 SächsDSchG auch Arbeiten innen eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde, des Amts für
Kultur und Denkmalschutz. Wir stimmen sie vor Beginn ab; das ist zugleich Voraussetzung für die
Steuerbescheinigung.