Ob ein Haus nach 1990 neue Steigleitungen bekommen hat, sieht man ihm von außen nicht an. Wir prüfen deshalb jedes Bad für sich. Eine Bleileitung bauen wir aus. Die Trinkwasserverordnung verlangte in § 17 Abs. 1, Bleileitungen bis 12. Januar 2026 stillzulegen oder auszubauen (Stand Oktober 2026). Ab dem 12. Januar 2028 gelten für Blei nur noch 0,005 Milligramm pro Liter.
Das Fallrohr für das Abwasser verläuft meist an der Hofseite oder neben dem Treppenhaus. Ist die Wand für den Umbau sowieso geöffnet, tauschen wir ein marodes Teilstück im Bad und umhüllen das Rohr mit Dämmung. So dringt das Rauschen aus den oberen Wohnungen leiser durch.
Unter dem Belag trägt im Gründerzeithaus meist eine Holzbalkendecke. Zwischen ihren Balken sitzt eine Füllschicht, der Einschub. Die Decke schwingt leicht, ist selten waagerecht und mag keine schweren Punktlasten. Eine bodengleiche Dusche setzen wir deshalb zwischen die Balken und stellen die Fläche tragfähig her. Reicht die Aufbauhöhe nicht, hilft eine extraflache Duschtasse, deren Ablauf seitlich abgeht und die mit sechs bis sieben Zentimetern auskommt.
Im Neubau seit 1991 liegt in der Regel eine Betondecke, und die Leitungen laufen in Schächten. Dort geht es eher um Abdichtung, Oberflächen und den Tausch der Eckwanne. In den barocken Häusern zeigt erst der Termin vor Ort, was Decken und Wände zulassen.
Die Lüftung planen wir von Beginn an mit. Ein innenliegendes Bad ohne Fenster entlüftet über einen Schacht oder über einen Lüfter, der durch die Außenwand führt. Wir setzen einen Ventilator mit Nachlaufzeit ein und sorgen an der Tür für einen Spalt, durch den frische Luft nachströmt. So bleibt keine Feuchte in Fugen und Silikon stehen. Mehr dazu unter Bad lüften.