Bei einer Badsanierung kommen zwei Lautsprecher in die Decke. Fehlt oben ein Hohlraum, nutzen wir die Trockenbauvorwand, jene vorgesetzte Wand aus Gipsplatten, hinter der Spülkasten und Rohre liegen. Das Kabel läuft geschützt im Leerrohr bis zum Verstärker im Nebenraum. Kabelweg, Montage und Einrichtung erledigen wir. Sinnvoll wird das, sobald Decke oder Vorwand ohnehin neu gebaut werden. Ansonsten reicht eine Box mit Akku.
Der Tag fängt für die meisten im Bad an, und selten hat man anderswo morgens ein paar Minuten ganz für sich. Fest verbaute Lautsprecher gehören darum so früh in die Planung wie eine Fußbodenheizung: Beide liegen später unter Fliese oder Platte und lassen sich ohne neuen Belag kaum nachrüsten. Planen Sie in Ihrer Dresdner Wohnung eine Sanierung, fällt die Entscheidung jetzt. Später kostet jede Änderung ein Vielfaches.
Der Vorteil gegenüber einer Box auf dem Fensterbrett zeigt sich weniger im Klang als im Alltag. Nichts steht herum, nichts hängt am Ladekabel, nichts wird von der Dusche nass, denn die Lautsprecher sitzen bündig in der Decke, und gesteuert wird mit dem Telefon. In einem Gründerzeithaus, etwa in Pieschen, liegt das Bad erfahrungsgemäß oft in einer früheren Kammer mit rund 3 bis 5 m², und dort ist jede freie Ablage wertvoll. Handtuch ablegen, kurz tippen, Musik.
Außerdem klingt es überall im Raum ähnlich. Zwei Deckenlautsprecher strahlen nach unten ab, am Waschtisch kommt also derselbe Ton an wie in der Dusche, schon bei geringer Lautstärke, die nebenan kaum jemand bemerkt. Wer sich abends bei gedimmtem Licht und leiser Musik in die Wanne legt, hat ein Wohlfühlbad, obwohl der Raum gleich groß bleibt. Ideen für die passende Beleuchtung sammelt die Seite Licht im Bad.



