Der Grundriss hat Vorrang vor dem Geschmack
Für eine normale Wanne planen Sie 170 mal 75 Zentimeter ein, für ein kurzes Modell 150 mal
70. Vor dem Wannenrand braucht es zusätzlich rund 90 Zentimeter Bewegungsraum; ist der
Streifen schmaler, steigt man nur seitlich am Waschtisch vorbei hinein.
Für eine Dusche genügen 90 mal 90 Zentimeter, mit 100 mal 120 bewegt man sich bequem. Damit
später ein Rollator ohne Schwelle hineinpasst, nennt DIN 18040-2 eine stufenlos begehbare
Bewegungsfläche von mindestens 120 mal 120 Zentimetern, bei Rollstuhlnutzung 150 mal 150.
In Dresdner Gründerzeithäusern sitzt das Bad meist in einer nachträglich umgebauten Kammer,
als Erfahrungswert mit rund 3 bis 5 m². Die Sanitärzelle im WBS-70-Plattenbau der 1970er und
1980er Jahre, wie in Gorbitz oder Prohlis, kommt meist auf 2,5 bis 4 m². Als grobe
Orientierung:
- Unter 6 m² reicht der Platz meist nur für eines. Wir empfehlen dann die
Dusche: Hinter Glas wirkt ein kleiner Raum weiter als hinter einem Wannenrand. Ideen für die
übrige Fläche bietet die Seite kleines Bad.
- Von 6 bis 8 m² gibt der Zuschnitt den Ausschlag. Eine Tür, die nach innen
aufgeht, ein tief sitzendes Fenster oder ein Installationsschacht schlucken
häufig mehr Stellfläche, als man denkt.
- Ab rund 8 m² haben Wanne und Dusche jeweils einen eigenen Platz. Möglich
ist das etwa in großen Altbauwohnungen, wie sie im Gründerzeitviertel
Äußere Neustadt vorkommen; Hinweise dazu unter
Bad im Altbau.
Kleben Sie die Umrisse mit Malerkrepp auf den Boden: für die Wanne ein Rechteck von 170
mal 75 Zentimetern, für die Dusche eines von 90 mal 90. Dann stellen Sie sich dazwischen und
prüfen, wie viel Bewegungsraum noch bleibt.