Material muss hinein und Schutt hinaus, in den meisten Häusern über das Treppenhaus. Bevor es
losgeht, decken wir die Stufen mit Vlies ab, sichern Ecken mit Kantenschutz und kleben die
Wohnungstür ab. Unten wartet ein Big Bag oder ein Container.
Wie aufwendig dieser Weg ist, unterscheidet sich je nach Teil des Gebiets.
In der Großsiedlung führt er durch das Treppenhaus des jeweiligen Aufgangs. In den Dorfkernen
von Alttrachau, Altmickten und Altkaditz sind Gassen und Höfe meist eng, ein großer Container
findet dort selten Platz, Big Bags schon eher. Am Wilden Mann gehören Eingang und Treppe oft zum
Charakter der Villa; dort kommen feste Platten auf das Vlies.
Soll ein Container auf Gehweg oder Straße stehen, braucht er eine Sondernutzungserlaubnis vom
Straßen- und Tiefbauamt; den Antrag stellen wir für Sie. Die Gebühr richtet sich nach Art, Ort und
Dauer und steht im Bescheid. Auf eigenem Grund, etwa in der Einfahrt eines Kaditzer
Siedlungshauses, entfällt dieser Schritt.
Der Schutt eines Komplettbads wiegt rund 1,5 bis 3 Tonnen. Der Wertstoffhof Kaditz an der
Scharfenberger Straße liegt zwar mitten im Gebiet, nimmt aber keinen mineralischen Bauschutt an;
das tun in Dresden die Höfe in Reick und Friedrichstadt, für kleine Mengen. Für ein ganzes Bad
bleiben Container oder Big Bag der Weg, und die Entsorgung samt Nachweisen steht als Position im
Festpreis.
Im Mehrfamilienhaus stimmen wir uns auch mit den Nachbarn ab. Gehört die Wohnung zu einer
Eigentümergemeinschaft, melden wir der Verwaltung Bauzeit und Termin der Wassersperre, ein Aushang zeigt den
Nachbarn Datum und Zeit. Das Wasser im Strang bleibt nur angekündigt und kurz abgestellt, laute
Arbeiten legen wir auf den Vormittag. Welche Beschlüsse die Gemeinschaft fassen muss, erklärt
Bad in der Eigentumswohnung.
Am Wilden Mann kommt eine Satzung hinzu: Die Erhaltungssatzung H-49 „Dresden-Trachau, Wilder
Mann“ schützt die gründerzeitliche Bausubstanz des Villenviertels. Änderungen an Fassade, Fenstern
oder Wohnungszuschnitt brauchen hier eine Genehmigung der Stadt, das Bad innen in der Regel nicht.
Strenger ist der Denkmalschutz, etwa im Rundling Altmickten: Am Kulturdenkmal brauchen nach § 12 SächsDSchG auch Arbeiten innen eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde, des Amts für Kultur und
Denkmalschutz. Wir stimmen sie vor Beginn ab, das ist auch Voraussetzung für die
Steuerbescheinigung.