Vier Quadratmeter reichen für ein komplettes Bad
Ein durchdachtes Bad von vier Quadratmetern verrät sich beim ersten Blick durch die Tür. Der Belag läuft schwellenlos in den Duschplatz, WC und Waschtisch sind wandhängend montiert, und unter ihnen sieht man freien Boden. Eine Spiegelwand über die volle Breite lässt den Raum doppelt so tief erscheinen. Den Ausschlag gibt die Aufteilung, nicht die Fläche.
Einen Hinweis auf kleine Bäder in Dresden gibt der Baubestand. Rund 40 Prozent der Wohnungen der Stadt stammen aus der Zeit bis 1949, weitere 21,8 Prozent entstanden zwischen 1970 und 1989. Die Großsiedlungen Gorbitz und Prohlis bestehen aus Plattenbauten der Serie WBS 70. Im Gründerzeithaus kam das Bad erfahrungsgemäß nachträglich in eine schmale Kammer von rund 3 bis 5 Quadratmetern. Sanitärzellen im Plattenbau, häufig fensterlos, messen meist rund 2,5 bis 4 Quadratmeter. Dort zählt jeder Zentimeter.



