Hinter dem Putz finden sich Rohre aus verschiedenen Jahrzehnten. Den Boden des Bades trägt meist eine Holzbalkendecke, mit Schüttung gefüllt, während den Keller oft eine Kappendecke aus Stahlträgern und gemauerten Bögen überspannt.
Rohre aus mehreren Jahrzehnten
In kaum einer Villa wurde die Installation auf einmal erneuert. Heizung, Warmwasser und zusätzliche Bäder kamen schrittweise hinzu, sodass in einer Wand verzinkter Stahl, Kupfer aus einer späteren Modernisierung und im ungünstigsten Fall ein Stück Bleirohr nebeneinander liegen. Bis zum 12. Januar 2026 hätten Bleileitungen nach § 17 Abs. 1 TrinkwV ausgebaut oder stillgelegt werden müssen; ab dem 12. Januar 2028 gilt für Blei ein Grenzwert von nur noch 0,005 mg/l (Stand Oktober 2026). Findet sich beim Öffnen ein Bleirohr, tauschen wir es aus; den Betrag dafür nennt das Angebot vorab als Bedarfsposition.
In großen Häusern zählt erstens das Warmwasser: Trennen 20 Meter Rohr den Speicher im Keller vom Waschtisch unterm Dach, rinnen morgens einige Liter kalt in den Abfluss, ehe es warm wird. Eine Zirkulationsleitung hält das Wasser in Bewegung, und am wenigsten kostet sie, wenn die Wand ohnehin geöffnet ist.
Zweitens der Druck im obersten Geschoss. Stahlrohre, die innen zugewachsen sind, bringen dort oben weniger Wasser an, als eine große Regenbrause braucht. Ob eines davon zutrifft, sehen wir bei der Begehung, und was es kostet, steht danach als eigene Zeile in der Kalkulation.
Holzbalkendecke und Fußbodenaufbau
In den Wohngeschossen liegen Holzbalkendecken mit Einschub und Schüttung, und das hat zwei Folgen für das Bad. Die Aufbauhöhe ist gering, denn zwischen Rohdecke und fertigem Belag bleiben oft nur wenige Zentimeter. Außerdem verträgt die Decke wenig zusätzliches Gewicht, ein dicker Zementestrich gehört nicht auf alte Balken. Gelöst wird beides mit leichtem Trockenestrich, niedrigen Abläufen oder einem Wandablauf in der Dusche, der im Boden nur rund 7 bis 10 Zentimeter Höhe beansprucht. Diese Entscheidung fällt vor der Fliesenbestellung.
Soll eine freistehende Wanne ins Bad, sagen Sie es uns gleich zu Beginn. Ihr Platz ist selten der der alten Wanne, das Wasser kommt aus dem Boden, und voll gefüllt lasten mehrere hundert Kilogramm auf ihren wenigen Füßen. Meist hält eine Balkendecke das aus; Gewissheit gibt es aber erst nach einem Blick auf Lage und Zustand der Balken.
Lüften, obwohl ein Fenster da ist
Ein Fenster haben die meisten Villenbäder, doch in der kalten Jahreszeit genügt es kaum. Der Dampf vom Duschen hält sich, und ein kurz gekipptes Fenster leitet ihn zu langsam ab. In nachträglich eingebauten Bädern geteilter Häuser fehlt das Fenster mitunter ganz. Für beide Fälle gibt es einen Lüfter mit Feuchtesensor, der sich erst zehn bis zwanzig Minuten nach dem Duschen abschaltet, Zuluft durch einen Spalt unter der Tür und eine Abluftführung über Dach oder Schacht. Ein Durchbruch durch die Fassade wird am Denkmal vorher abgestimmt. Welche Leistung das Gerät braucht, steht unter Lüftung im Bad.