Die Radeberger Vorstadt ist der Statistische Stadtteil 12 im Stadtbezirk Neustadt, 2,26 Quadratkilometer groß und am 30.09.2026 von 8.828 Menschen bewohnt. Sie liegt am rechten Elbufer und steigt von 109 auf 140 Meter Höhe zur Dresdner Heide hin an. Im Westen bildet die Prießnitz die Grenze, im Osten das Wasserwerk Saloppe, im Süden die Elbe. Quer hindurch führt die Bautzner Straße.
Den Kern bildet das Preußische Viertel. Erste Grundstücke gab es dort im frühen 18. Jahrhundert, die Straßen folgten ab 1861, und bis 1890 oder 1900 war das Viertel bebaut. Es entstanden Villen und Landhäuser in offener Bauweise, jedes mit Parkgarten, viele mit Merkmalen der Semper-Nicolai-Schule. Den Krieg überstand das Viertel unzerstört. Beispiele sind das Turmhaus Bautzner Straße 82, das Landhaus mit der Nummer 99 und die Tudor-Villa mit der Nummer 125.
Daneben steht viel Neues. Ein Drittel der Wohnungen im Stadtteil stammt aus den Jahren 1991 bis 2025, darunter neue Stadtvillen und Geschossbauten. Laut der Auswertung „Bauen und Wohnen 2025“ der Statistikstelle haben 37 Prozent der Wohngebäude nur eine oder zwei Wohnungen. Ob alte Villa oder neues Haus, Aufwand und Preis hängen an denselben drei Punkten: der Lage des Strangs, der Tragfähigkeit der Decke und dem Weg der feuchten Luft nach draußen. Sie stehen im Ersttermin ganz oben.



