24 Grad im Bad, vier mehr als im Wohnzimmer
Heizungsplaner setzen fürs Wohnzimmer 20 Grad an, fürs Bad 24. Auf gleicher Grundfläche steigt die nötige Leistung dadurch um 20 bis 30 Prozent, je nach Gebäude. Wer nass aus der Dusche kommt, fröstelt sonst rasch. Zudem muss der Dampf hinaus, und warme Wände und Fugen trocknen schneller. Mehr zum Luftwechsel unter Lüftung im Bad.
Laut Zensus 2022 (Stichtag im Mai 2022) stammen 39,6 Prozent der Dresdner Wohnungen aus Häusern, die bis 1949 entstanden sind. Je nachdem, wie weit ein solches Haus schon saniert ist, gilt für sein Bad die erste oder die zweite Zeile:
| Gebäudezustand | Watt pro m² | Bad mit 8 m², Watt | Bad mit 5 m², Watt | Bad mit 4 m², Watt |
|---|---|---|---|---|
| Altbau, nicht gedämmt | 130–150 | 1.040–1.200 | 650–750 | 520–600 |
| neue Fenster, Dämmung in Teilen | 90–110 | 720–880 | 450–550 | 360–440 |
| Neubau, gut gedämmt | 60–75 | 480–600 | 300–375 | 240–300 |
Liegt das Bad mitten in der Wohnung, ohne eigene Außenwand, sinkt der Bedarf, denn nebenan wird ebenfalls geheizt. Typisch ist das für viele Gründerzeitwohnungen, in denen das Bad erst später in einer Kammer Platz fand, und für die Sanitärzelle im Plattenbau vom Typ WBS 70, den es in Gorbitz und Prohlis gibt. Ein Eckbad direkt unter dem Dach braucht dagegen mehr. Verlässlich wird die Zahl mit der Heizlast nach DIN EN 12831, bei der Wand für Wand und Fenster für Fenster gerechnet wird.


