Was ein Gründerzeitbad von anderen Bädern unterscheidet
Gründerzeithäuser aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden fast immer ohne eigenes Bad geplant. Der Raum dafür kam später hinzu, oft in einer schmalen Kammer oder hofseitig gleich neben der Küche. Als Erfahrungswert misst so ein Bad rund 3 bis 5 m², ein Fenster fehlt häufig. In Dresden prägen solche Häuser etwa die Äußere Neustadt. Liegt die letzte Erneuerung Jahrzehnte zurück, lassen Abdichtung und Leitungen nach.
Wie viel Arbeit tatsächlich ansteht, zeigt sich, sobald der Boden offen liegt. Davon hängt auch ab, ob die Bauzeit eher bei zwölf oder bei achtzehn Arbeitstagen landet. Hier geht es deshalb um vier Punkte, die Aufwand und Preis bestimmen: Decke, Leitungen, Lüftung und Genehmigung. Sind sie gelöst, ist ein Gründerzeitbad technisch so gut wie eines im Neubau.

