Im Gründerzeithaus ist das Bad in aller Regel nachträglich eingebaut, häufig in eine
schmale Kammer von rund drei bis fünf Quadratmetern. An der Stirnseite steht oft eine
Wanne, dazu kommen weiße Serienkeramik und Wandfliesen der Größen 15 × 20 und 20 × 25
Zentimeter, verbreitet bis in die neunziger Jahre. Nach dem Umbau sitzt
im Winkel eine Dusche ohne Schwelle. Das Becken erhält die frei gewordene Längswand, die
Toilette eine Vorwand mit breiter Ablage obendrauf.
Solche Häuser prägen in Dresden etwa die Viertel
Äußere Neustadt und
Pieschen. Die Großwohnsiedlungen folgen einer
anderen Logik. In Gorbitz und Prohlis stehen
Plattenbauten der Serie WBS 70, in Prohlis begann der Bau 1976. Die Sanitärzelle liegt
dort innen, misst rund 2,5 bis 4 Quadratmeter und hat häufig kein Fenster. Über der Betondecke
fehlt meist Höhe für einen Bodenablauf. Wie das aussieht, beschreibt
Prohlis-Reick.
Im Ersttermin, bei Ihnen oder per Videocall, zeichnet sich meist ab, welche Variante Ihr
Grundriss erlaubt. Oft wandert die Dusche in einen Winkel, seltener entlang der
Längswand. Schlägt die Tür künftig nach außen auf, gewinnen Sie rund einen halben
Quadratmeter. Sehr kleine Räume unter vier Quadratmetern behandelt die Seite
kleines Bad.
Weil sowieso alles neu platziert wird, ist Vorsorge für spätere Jahre fast nebenbei zu
haben: schwellenloser Duschplatz, breiterer Durchgang, verstärkte Wände für Griffe. Wer
einen Pflegegrad hat, kann bei der Kasse einen Zuschuss zum Umbau beantragen, je Maßnahme
bis 4.180 Euro; die Pflegekasse befindet darüber nach Ermessen im Einzelfall (§ 40 Abs. 4 SGB XI, Stand
Oktober 2026). Haushalten unter den Einkommensgrenzen hilft unter Umständen zusätzlich die sächsische
Förderrichtlinie Wohnraumanpassung. Stellen Sie zuerst den Antrag bei der Pflegekasse, alle Anträge vor
der Auftragsvergabe. Maße und Normen fasst barrierefreies
Bad zusammen.