Die Höhe hängt an Ihrer Körpergröße
Lange galten 85 Zentimeter als Normalmaß, festgelegt für Generationen, die im Mittel kleiner waren. Bei 1,85 Metern heißt das: bücken, morgens wie abends. Der Rücken merkt sich das.
Ihr Maß finden Sie ohne Werkzeug. Aufrecht stehen, den Unterarm waagerecht anwinkeln, und schon zeigt sich die Zielhöhe: Der Beckenrand gehört 10 bis 15 Zentimeter unterhalb des Ellenbogens. Als Richtwerte gelten:
| Körpergröße (cm) | Oberkante Becken (cm) |
| bis 165 | 85–87 |
| 165–175 | 88–90 |
| 175–185 | 90–93 |
| über 185 | 93–95 |
Das Maß bezieht sich auf die Oberkante des fertigen Beckens, nicht auf die Platte darunter. Eine aufgesetzte Schale bringt 10 bis 15 Zentimeter mit, um die das Möbel niedriger montiert werden muss. Fehlt diese Korrektur, endet der Rand bei 100 Zentimetern, und das passt fast keinem Erwachsenen.
Nutzen zwei verschieden große Personen dasselbe Becken, nehmen Sie den Mittelwert beider Maße und runden zugunsten der größeren auf. Etwas zu hoch stört kaum, etwas zu niedrig spüren Sie täglich im Kreuz. Am Doppelwaschtisch lassen sich beide Becken getrennt in der Höhe setzen. Das verlangt Planung, aber kaum Aufpreis.
Für Kinder montieren wir nicht tiefer: Sie wachsen schnell, das Becken bleibt Jahrzehnte. Bis in die Grundschulzeit reicht ein kippsicherer Tritt mit griffiger Oberfläche, später verschwindet er im Schrank.
Für die Nutzung im Sitzen gilt ein eigenes Maß: Oberkante höchstens 80 Zentimeter, darunter etwa 55 Zentimeter freier Raum in der Tiefe, damit die Knie Platz finden. Das gelingt mit einem flachen Unterputzsiphon, einem Geruchsverschluss, der in die Wand verlegt wird. Die Werte stammen aus der DIN 18040-2, die im Bestand als Empfehlung gilt; mehr zum ganzen Raum unter barrierefreies Bad.