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Bodengleiche Dusche: durchgehender Boden ohne Schwelle, Handbrause und Haltegriff
Fachbetrieb für Badbau

Bodengleiche Dusche: wie viel Bodenhöhe sie wirklich braucht

Wer in Dresden die Wanne gegen eine Dusche ohne Schwelle tauschen will, prüft zuerst den Boden: Mit üblichem Punktablauf braucht der Aufbau ab Rohdecke 120 bis 150 Millimeter.

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Bodengleich wird eine Dusche nur mit genug Aufbauhöhe

Viele Pläne für eine schwellenlose Dusche beginnen mit der Frage nach Breite und Tiefe. Gebremst werden sie meist eine Etage tiefer, im Bodenaufbau. Dort müssen Ablaufkörper, Gefälleestrich, Abdichtung und Fliese übereinander Platz finden, und jede dieser Lagen fordert ihren Anteil. Was der Boden nicht hergibt, gleicht keine Zeichnung aus. Mehr Spielraum lässt der Wandablauf: Seinen Geruchsverschluss, eine kleine Wassersperre gegen Kanalgerüche, nimmt die Vorwand auf. Der Boden braucht dann nur 70 bis 100 Millimeter.

Zwei Begriffe sorgen in Prospekten regelmäßig für Verwirrung. Mit Einbauhöhe meinen Hersteller das Bauteil selbst, also nur den Ablauf, ganz ohne die Schichten darüber. Die Aufbauhöhe dagegen zählt alles zusammen, was zwischen Rohdecke und fertiger Fliesenfläche liegt. Für die Frage, ob die Dusche ohne Kante gelingt, taugt allein dieses zweite Maß, und Sie können es mit dem Zollstock selbst überschlagen. Auf dieser Seite ist jede Höhenangabe entsprechend gekennzeichnet.

Der Dresdner Wohnungsbestand ist gemischt: Gründerzeithäuser wie in der Äußeren Neustadt stehen neben Plattenbauten in Gorbitz und Prohlis. Gründerzeitböden bieten erfahrungsgemäß häufig 12 bis 16 Zentimeter, Gebäude aus den 1950er- bis 1970er-Jahren eher 8 bis 10. Wie hoch die Türschwelle zum Flur ausfällt, gibt eine grobe Richtung vor. Gewissheit bringt erst der geöffnete Boden.

Geöffnete Vorwand mit Steigleitung, Platz für den Geruchsverschluss eines Wandablaufs

Punktablauf, Rinne, Wandablauf: der Höhenbedarf im Vergleich

Die Tabelle trennt zwei Werte. Links steht, was der Ablauf allein misst, rechts, was der fertige Boden samt allen Schichten verlangt. Maßgeblich für Ihren Vergleich ist die rechte Zahl.

System Höhe des Bauteils (mm) Bodenaufbau gesamt (mm) Geeignet vor allem für
Punktablauf DN 50 in Normalhöhe, Abgang zur Seite 90–110 120–150 den gewöhnlichen Badumbau
Punktablauf als Flach- oder Extraflachmodell 65–90 95–120 Altbau mit wenig Reserve
Duschrinne im Boden, Normalhöhe 90–120 120–150 großformatige Platten
Duschrinne im Boden, Flachmodell 65–90 95–120 Rinne bei niedrigem Boden
Wandablauf, auch als Wandrinne etwa 70, steckt in der Vorwand 70–100 sehr niedrigen Bodenaufbau
Extraflache Duschwanne, auf den Boden gesetzt kein Ablaufkörper im Boden nur die Wanne, Einstieg 25–35 Bäder ohne jede Höhenreserve

Senkrecht durch die Decke geführte Abläufe scheiden im Bestand fast immer aus. Unter dem Bad liegt im Mehrfamilienhaus in aller Regel eine fremde Wohnung. Ob sich die Decke für ein Rohr durchbrechen lässt und ob es darin überhaupt Raum findet, darf nur ein Tragwerksplaner entscheiden.

Mindestens so wichtig wie der Ablauf selbst ist sein Anschluss. Bis zum Fallrohr, dem senkrechten Hauptstrang für das Abwasser, muss die Leitung mit 1 bis 2 Zentimetern pro Meter fallen. Drei Meter Weg bedeuten so bis zu 6 Zentimeter, die am Ablauf zusätzlich fehlen. Wo der Strang im Haus verläuft, ist von Gebäude zu Gebäude verschieden. Deshalb landet die neue Dusche meistens dort, wo zuvor die Wanne stand.

Die Neigung zum Ablauf: 1,5 bis 2 Prozent

Breite und Tiefe ergeben sich aus dem Grundriss

Leichter als die Höhe lassen sich die Abmessungen der Dusche festlegen, ein Blick auf den Plan genügt. Unterhalb von 80 mal 80 Zentimetern wird es eng, komfortabel ist es ab etwa 90 mal 90. Für barrierefreie Wohnungen schreibt DIN 18040-2 eine schwellenlose Bewegungsfläche von 120 mal 120 Zentimetern vor. Weicht eine 170 Zentimeter lange Nischenwanne der Dusche, ergeben sich üblicherweise 160 mal 75 Zentimeter; wird ein Stück Vorwand eingezogen, 120 mal 90.

Welche Formate, Einstiege und Abtrennungen es gibt, zeigt Duschtasse Maße ausführlich. Gründerzeitliche Bäder sind häufig später in einen schmalen Nebenraum eingefügt worden; als Erfahrungswert haben sie rund 3 bis 5 m², während Sanitärzellen in Plattenbauten rund 2,5 bis 4 m² messen. Wie viel freie Fläche vor und neben der Dusche bleiben sollte, steht unter kleines Bad und barrierefreies Bad.

Mehr Wasser abführen, als die Brause bringt

Im Alltag liefert eine Handbrause pro Minute 8 bis 12 Liter, eine große Regenbrause 15 bis 25. DIN EN 1253 fordert für einen Bodenablauf DN 50 eine Ableitung von mindestens 0,8 Litern je Sekunde; was im Handel angeboten wird, liegt bei 0,8 bis 0,9 Litern, umgerechnet 48 bis 54 Liter pro Minute. Gemessen wird dieser Wert jedoch mit 20 Millimetern Wasser über dem Rost, ein Stand, den eine schwellenlose Dusche praktisch nie erreicht. Für eine Brause reicht das sicher, für zwei parallel wird es eng.

Das Sperrwasser im Geruchsverschluss steht üblicherweise 50 Millimeter hoch und hält Gase aus dem Kanal zurück. Niedrigere Siphons gibt es zwar, sie taugen aber nur für eine Dusche, die täglich läuft. In selten genutzten Bädern trocknet das Wasser sonst aus, und Geruch steigt auf. Achten Sie außerdem auf ein Haarsieb, das sich mit der Hand entnehmen lässt. Wer erst Werkzeug braucht, putzt es selten.

Betondecke oder Holzbalken: zwei Wege zum flachen Boden

Ruht das Bad auf einer Betondecke, steht der Spielraum schnell fest, weil sich an der Decke kaum etwas verändern lässt. So liegt der Fall im Plattenbau, in Dresden etwa in Gorbitz und Prohlis, wo Häuser der Serie WBS 70 stehen. Innenliegende Bäder sind in solchen Bauten oft vorgefertigte Sanitärzellen aus Beton oder glasfaserverstärktem Kunststoff. Ausstemmen kommt nur infrage, wenn ein Tragwerksplaner die Statik und die Bewehrung, also den Stahl im Beton, geprüft und freigegeben hat.

Eine andere Lage ergibt sich über einer Holzbalkendecke, die in Gründerzeithäusern zwischen den oberen Geschossen verbreitet ist. Klassischer schwimmender Zementestrich ist dort wegen seiner Masse kaum sinnvoll. DIN 18560-2 setzt für ihn etwa 45 Millimeter Dicke auf der Dämmschicht an, rund 90 Kilogramm pro Quadratmeter, plus gut 25 Kilogramm für Fliese und Kleber. Dieses Zusatzgewicht lastet dauerhaft auf den Balken und verringert die Reserve, die für Bewohner und Einrichtung gedacht ist. Ob die Konstruktion das verkraftet, prüft ein Statiker.

Auf Holzbalken setzen wir deshalb auf Trockenbau: Ein Gefälleelement aus Hartschaum bildet zugleich Untergrund und Neigung, ringsum liegen Trockenestrichplatten, und die Abwasserleitung des Wandablaufs führt in den Zwischenraum der Balken. Bohrungen durch einen Balken gibt es dabei nicht, Ausklinkungen nur nach Freigabe durch den Statiker. Weil Holzdecken unter Belastung leicht schwingen, würden starre Fugen reißen. Eine biegesteife Platte und eine Entkopplungsbahn unter den Fliesen fangen diese Bewegung ab. Details fasst die Seite Bad im Altbau zusammen.

Fensterloses Altbaubad mit eingebauter Dampfdusche

Verbundabdichtung als Schutz für Decke und Nachbarn

Ohne eine Verbundabdichtung nach DIN 18534 sickert das Wasser einer bodengleichen Dusche früher oder später in die Konstruktion, oft lange bevor ein Fleck an der Decke darunter auftaucht. Diese Schicht wird direkt unter dem Fliesenkleber aufgetragen, läuft über die gesamte Bodenfläche und endet wandseitig frühestens 20 Zentimeter über der höchsten Wasserentnahmestelle. An Ecken, Kehlen und Rohrdurchgängen sorgen eingebettete Dichtbänder und Manschetten für Sicherheit. Alte Abdichtungen unter bestehenden Fliesen erfüllen die seit Juli 2017 geltende Norm häufig nicht, wir erneuern sie deshalb. Ein Protokoll der Arbeiten geht an Sie, mehr unter Gewährleistung.

Drei Fehler, die nur ein neuer Boden behebt

An drei Stellen lässt eine bodengleiche Dusche keine spätere Korrektur zu. Jede davon steckt im Aufbau unter dem Belag, und Abhilfe hieße, Fliesen und Estrich wieder abzutragen.

Fehler eins: die Fläche entwerfen, bevor jemand die Aufbauhöhe gemessen hat. Ein solcher Plan steht auf Sand, an erster Stelle gehört das gemessene Bodenmaß. Fehler zwei: zu viel Neigung. Bei rund 3 Prozent steht ein Duschhocker schon schräg, und manches Wasser erreicht den Ablauf gar nicht, sondern fließt ins Bad.

Fehler drei betrifft die Glasabtrennung. Montiert auf der Gefällekante, steht sie schief, und am unteren Rand klafft eine Lücke, die sich mit keiner Fuge verbergen lässt. Ihre Position legen wir deshalb fest, bevor das Glas bestellt wird. Es entsteht passgenau und lässt sich hinterher nicht mehr anpassen.

Wir prüfen Ihren Boden in Dresden vor Ort

Wir sind in allen Dresdner Stadtteilen tätig und ebenso im Umland, zum Beispiel in Radebeul, Freital, Heidenau oder Pirna. Alle beteiligten Gewerke, vom Rückbau bis zur letzten Fliese, stimmt ein Ansprechpartner ab. Bei der Abdichtung ist das besonders wertvoll: Tritt später Wasser aus, weist sonst jede einzeln beauftragte Firma die Verantwortung der anderen zu.

Vor Ort ermitteln wir die nutzbare Höhe an Türschwelle und Anschlüssen, wo es geht auch an einer kleinen Öffnung im Belag, und messen den Weg zum Fallrohr. Danach wissen Sie, welche Lösung passt: Punktablauf, Duschrinne, Wandablauf oder, wenn gar nichts anderes geht, eine extraflache Duschwanne zum Aufsetzen. Den Ersttermin berechnen wir nicht, und Sie gehen damit keine Verpflichtung ein. Melden Sie sich dafür telefonisch unter 01579 2834996.

Für den Umbau von Wanne auf bodengleiche Dusche sollten Sie in Dresden mit 3.500 bis 8.000 Euro rechnen, die Arbeiten dauern meist drei bis fünf Arbeitstage. Welcher Betrag innerhalb dieser Spanne auf Ihr Bad zutrifft, bestimmen Ablauftechnik, Deckenaufbau und vorhandene Leitungen. Einen Festpreis für alle planbaren Arbeiten legen wir nach dem kostenlosen Ersttermin vor. Die einzelnen Bauschritte erklärt Dusche statt Wanne.

Häufige Fragen

Welche Aufbauhöhe ist für eine Dusche ohne Schwelle nötig?

Mit einem üblichen Punktablauf DN 50 sind 120 bis 150 Millimeter ab Rohdecke nötig, gemessen bis zur fertigen Fliesenfläche. Flachmodelle bei Punktablauf und Rinne kommen mit 95 bis 120 Millimetern aus. Beim Wandablauf genügen 70 bis 100, denn die Vorwand nimmt seinen Geruchsverschluss auf. Außerdem fällt die Leitung bis zum Fallrohr um 1 bis 2 Zentimeter pro Meter. Ihr tatsächliches Maß ermitteln wir beim kostenlosen Termin vor Ort.

Wie stark muss der Duschboden zum Ablauf geneigt sein?

Um 1,5 bis 2 Prozent, was 1,5 bis 2 Zentimetern je Meter Länge entspricht. Ein Quadratmeter mit Ablauf in der Mitte braucht damit rund 1 Zentimeter Gefälle, eine Dusche mit Wandrinne und 120 Zentimetern Tiefe 1,8 bis 2,4 Zentimeter. Darunter bleibt Wasser stehen, ab etwa 2,5 Prozent wackelt ein Duschhocker. Die genaue Neigung legen wir nach dem Aufmaß fest, dem Ausmessen des Bades.

Woran erkenne ich, ob mein Bad genug Bodenhöhe hat?

Drei Werte geben Auskunft: die Höhe der Türschwelle, die Lage des bisherigen Ablaufs und die Entfernung zum Fallrohr. An der Schwelle lässt sich die Dicke des alten Bodens grob ablesen; pro Meter Leitungsweg sind 1 bis 2 Zentimeter Gefälle einzurechnen. Gründerzeitböden bieten erfahrungsgemäß oft 12 bis 16 Zentimeter, Bauten der 1950er- bis 1970er-Jahre eher 8 bis 10. Belastbar ist erst die Messung am geöffneten Boden beim Termin vor Ort.

Lässt sich über Holzbalken eine bodengleiche Dusche bauen?

In vielen Fällen ja, nur nicht mit schwimmendem Zementestrich. Laut DIN 18560-2 läge er rund 45 Millimeter dick auf der Dämmung und brächte etwa 90 Kilogramm pro Quadratmeter mit, dazu gut 25 für Fliese und Kleber. Ob die Balken diese Dauerlast zusätzlich aufnehmen, beurteilt ein Statiker. Wir setzen deshalb auf einen trockenen Aufbau mit Gefälleelement aus Hartschaum, Trockenestrichplatten und Wandablauf. Ob das in Ihrem Haus passt, klären wir beim Termin vor Ort.

Punktablauf oder Duschrinne: Welche Lösung ist sinnvoller?

Für Fliesen ab 30 mal 30 Zentimetern eignet sich meist die Rinne besser. Ein mittiger Punktablauf erzeugt vier schräge Felder, die große Platten zerschneiden; daher liegt dort oft Mosaik. Mit einer Wandrinne neigt sich der Boden nur in eine Richtung, Formate bis 60 mal 120 Zentimeter passen. Je nach Modell liegt die Rinne beim Material 200 bis 600 Euro höher, braucht aber keine zusätzliche Höhe. Ein Festpreis folgt auf den Ersttermin.

Was hilft, wenn der Boden zu wenig Höhe bietet?

Zunächst der Wandablauf, als zweiter Schritt die extraflache Duschwanne. Weil die Vorwand den Geruchsverschluss des Wandablaufs aufnimmt, reichen 70 bis 100 Millimeter Aufbau ab Rohdecke. Ist selbst das zu viel, kommt eine extraflache Wanne aus Mineralwerkstoff direkt auf den Boden. Der Ablauf ist darin integriert, die Einstiegskante ist nur 25 bis 35 Millimeter hoch, ein Wannenrand dagegen rund 60 Zentimeter. Welche Variante passt, ergibt das Aufmaß beim Ersttermin.

Erfahrungen

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