Kammerbäder in den Arbeiterhäusern von Pieschen
Pieschen wuchs ab 1860 als Arbeiterwohnviertel. Zuerst entstanden dreigeschossige Häuser in geschlossenen Straßenzügen, ab den 1890er-Jahren mehrstöckige Mietshäuser nach Bebauungsplan, dahinter die Hinterhöfe. Das Bad kam erst später in die Wohnung, meist in eine frühere Kammer oder ein abgeteiltes Stück Flur.
Solche Kammerbäder haben erfahrungsgemäß rund 3 bis 5 Quadratmeter Grundfläche. Ein Fenster fehlt häufig, sonst geht es zum Hof, und darunter liegt eine Holzbalkendecke. Viele Häuser wurden nach 1991 im damaligen Sanierungsgebiet erneuert. Ihre Bäder sind heute rund 30 Jahre alt, erkennbar an den Wandfliesen jener Jahre: 15 x 20 bis 20 x 25 Zentimeter.
Anders in Trachenberge: Nördlich der Großenhainer und der Weinbergstraße stehen Wohnblöcke aus DDR-Zeiten mit kleinen, innenliegenden Bädern. Welche Bauweise im einzelnen Block steckt, klären wir beim Ersttermin.


