Niedersedlitz war ein Bauerndorf, dessen Kern als Rundling angelegt ist. Ab 1848 zog an der Bahn Industrie ein: 1871 die Chemiefabrik Kauffmann, 1903 das Sachsenwerk, später Kamerawerke. Vor dem Ersten Weltkrieg kamen Wohnstraßen in offener Bauweise mit Vor- und Hausgärten hinzu, auf freiem Feld außerdem Siedlungen von Baugenossenschaften. Das Rathaus von 1902 entwarf Gustav Hänichen.
Lockwitz liegt am Nordende des Lockwitzgrunds, am Bach gleichen Namens. Zum statistischen Stadtteil gehören auch Kauscha, Luga und Nickern mit dem gut erhaltenen Dorfkern Altnickern. Neunickern wurde in den 1930er Jahren als Siedlung auf einer Kasernenfläche gebaut und ist inzwischen saniert. Ein Neubaugebiet zieht sich heute bis Lockwitz.
Am 30.09.2026 zählten beide Stadtteile zusammen 13.384 Einwohner, 5.993 in Niedersedlitz und 7.391 in Lockwitz. Eigenheime stellen 75 und 89 Prozent der Wohngebäude, und 39 beziehungsweise 44 Prozent der Wohnungen sind ab 1991 entstanden (Bauen und Wohnen 2025). Über das Bad entscheidet also meist, wer selbst im Haus wohnt. Oft lohnt es, die Erneuerung gleich so anzulegen, dass das Bad auch später ohne hohe Kante taugt.


